Medizinische Hilfen bei Schweißfüßen
Schweißfüße sind oftmals ein hartnäckiges und lange bestehendes Problem. In einigen Fällen helfen Hausmittelchen und kosmetische Mittel nicht weiter, um die Schweißfüße und den sich hierdurch bildenden unangenehmen Fußgeruch langfristig zu unterbinden. Dann sind medizinische Hilfen gefragt: Sie versprechen auch in Härtefällen gute Erfolge und verschaffen Betroffenen wieder deutlich mehr Lebensqualität und Freiheit.
Iontophorese: Mit Reizstrom gegen Schweißfüße
Als gute Methode hat sich im kosmetisch-medizinischen Bereich die Iontophorese bewährt. Die Reizstromtherapie wird mehrmals pro Woche angewandt, indem die Füße in ein Wasserbad mit geringem Gleichstrom gehalten werden. Die Iontophorese hilft in vielen Fällen schnell und zuverlässig, wenn sie regelmäßig genutzt wird. Die Kassen zahlen in den meisten Fällen ein Leihgerät über die gesamte Anwendungsdauer.
Botox spritzen – Schweißfüße unterbinden
Eine weitere medizinische Methode, um Schweißfüße in den Griff zu bekommen, ist das Einspritzen von Botox in die Fußsohle. Das Nervengift lähmt im Fuß die Nerven und blockiert die Reizleitung von den Nerven zu den Drüsen. Der Schweißbildung wird so wirkungsvoll vorgebeugt. Allerdings stellt das Spritzen von Botox eine besonders kostspielige Methode dar, die von der Kasse nicht übernommen wird. Risiken und Nebenwirkungen bestehen unter anderem durch die lokale Betäubung sowie eine möglicherweise falsche Anwendung des Gifts. Rund 40 Einstiche pro Fuß sind notwendig, um die Schweißbildung an den Füßen einzudämmen. Etwa jedes halbe Jahr muss die Behandlung außerdem wiederholt werden.
Operation bei Schweißfüßen: In besonders schweren Fällen
Als letztes Mittel bei Schweißfüßen – dann, wenn gar nichts mehr hilft – gibt es die Möglichkeit einer Operation. Es handelt sich hierbei um einen minimal-invasiven Eingriff von etwa einer Stunde Dauer, der zwei Mal vorgenommen wird. Die Nervenfaserverbindung wird durch die OP dauerhaft geblockt, je nach Art und Ausprägung der Schweißfüße sogar durchtrennt. Die Erfolgsquote spricht für sich: Zu rund 100 Prozent sind Patienten durch den Eingriff von unangenehmem Fußschweiß befreit. Nebenwirkungen sind bei einer professionellen Durchführung der Operation kaum zu verzeichnen, die Rückfallquote ist ebenfalls äußerst gering.


